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Surface Headphones (2) im Praxistest – Die optimalen Kopfhörer fürs Home Office?

Aufgrund der aktuellen Umstände durch das Coronavirus führt kaum ein Weg am Home Office vorbei. Auch für mich als Student verlagert sich die Vorlesung nun vom Hörsaal nach Hause.  An sich ist das gar keine allzu schlechte Lösung, doch ohne die nötige Ruhe lässt es sich einfach schlecht lernen und arbeiten.

Da ich nun alle Vorlesungen in Form von Videos durcharbeiten muss, habe ich mich dazu entschieden, einen Kopfhörer mit Active Noise Cancelling, kurz ANC, anzuschaffen. So kann ich Umgebungsgeräusche ausblenden und mich vollkommen ungestört auf die Arbeit konzentrieren. Dabei war es gar nicht so leicht, das für mich optimale Modell zu finden, denn mittlerweile ist die Auswahl an ANC-Kopfhörern enorm – und ebenso deren Preis!

Surface Headphones Verpackung

Vom Sony WH-1000XM3 über den Bose Quietcomfort 35ii, den NC700 bis hin zu Beats Solo Pros habe ich alle Modelle getestet und mich am Ende doch für einen ganz anderen Kopfhörer entschieden: die Microsoft Surface Headphones. Nun, Microsoft ist nicht unbedingt ein Hersteller, den man mit Audioprodukten in Verbindung bringen würde und da erstaunt es umso mehr, dass sie gleich ganz vorne mitspielen. Was mich am Ende zum Kauf überzeugt hat und wie sie sich im Vergleich mit den oben genannten Modellen schlagen, das erfahrt ihr in diesem Beitrag.Surface Headphones Hardcase

Kategorie 1: Verpackung und Design

Zunächst fällt die Verpackung der Surface Headphones vor allem durch ihre enorme Größe auf. Die Box erinnert stark an die meines Surface Laptops und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Kopfhörer selbst sind noch einmal separat in einem hellgrauen Hardcase verstaut und somit vor Stößen bestens geschützt. Leider lassen sich die Kopfhörer nicht falten, sodass das Case ebenfalls recht viel Platz beansprucht und eher nicht reisetauglich erscheint. Ich sehe die Kopfhörer hauptsächlich als Arbeitsmittel für das Büro oder Zuhause an, sodass dieser Nachteil für mich verkraftbar ist. Abgesehen von der Größe ist der Kopfhörer in meinen Augen schick und zeitlos designt. Farblich ergänzt er optimal mein silbernes Surface und durch die unaufdringliche Steuerung durch Touchfelder und sauber eingefasste Drehräder an den Seiten kommen die Surface Headphones sehr minimalistisch daher – top!

Surface Headphones top Verarbeitung

Kategorie 2: Verarbeitungsqualität

Hier haben die Kopfhörer von Mircrosoft überragend abgeschnitten! Vom Aluminium an der Halterungen, der satten Polsterung der Ohrmuschen bis hin zu den Drehelementen – die Surface Headphones fühlen sich enorm hochwertig an. Dagegen sind andere Kopfhörer dieser Preisklasse und auch im höheren Preissegment oftmals schlechter verarbeitet. So hat man bei den Bose Quietcomfort 35ii beispielsweise nahezu ausschließlich Kunststoffoberflächen und wacklige Tasten.

Surface Headphones Earbuds Ohrmuscheln

Kategorie 3: Tragekomfort

In Puncto Tragekomfort ist deutlich zwischen Over- und On-Ear-Produkten zu unterscheiden. Die Beats Solo Pro sitzen als On-Ear-Kopfhörer derart stramm, dass sie sich nur unter Schmerzen länger als eine halbe Stunde am Stück tragen lassen. Die Surface Headphones sind gleichauf mit Bose und Sony. Durch die sehr großen Ohrteile liegen die dicken Polster angenehm an und auch nach vielen Stunden lassen sich die Kopfhörer bequem tragen. Trotz der 290 Gramm fühlen sich die Microsoft Kopfhörer im übertragenen Sinne wie Wolken an. Im Sommer kann es etwas warm werden unter den Over Ears, aber insgesamt machen hier die meisten Modelle der Klasse eine gute Figur, auch für Brillenträger.Surface Headphones: Connectivity, Tasten

Kategorie 4: (Bluetooth-)Connectivity und Akkulaufzeit

Die Surface Headphones haben leider kein Bluetooth 5.0 an Bord, das gleich vorneweg. Allerdings hatte ich bisher auch mit dem älteren Bluetooth keinerlei Probleme – im Gegenteil. Die Bluetoothverbindung ist äußerst stabil ohne jegliche Aussetzer, es können bis zu 8 Geräte eingespeichert werden und zwei davon sind gleichzeitig verbunden. Dies ist sehr praktisch, da ich so Anrufe meines iPhones über die Kopfhörer annehmen kann, ohne meine Arbeit am Surface Laptop unterbrechen zu müssen. Insgesamt ist der Gerätewechsel nahtlos, doch zum Wechseln der Geräte muss die Bluetooth-Verbindung zu anderen Geräten manuell getrennt werden. Das geht über Apples W1 Chip noch etwas einfacher.

Bei eingeschaltetem Active Noise Cancelling sollen die Surface Headphones gut 15 Stunden durchhalten und in der Praxis komme ich ebenfalls auf diesen Wert. Verglichen mit anderen Modellen fällt die Akkulaufzeit damit nicht herausragend aus, allerdings ausreichend für einen Arbeitstag.

Surface Headphones Hardcase

Aufgeladen wird der Kopfhörer über USB C und sollte der Akku vorzeitig leer sein, kann man auch den 3,5mm-Klinkenanschluss verwenden. Insgesamt kann die Connectivity also überzeugen. Dennoch ist es unerlässlich, einen Windows 10 – fähigen Computer zu besitzen, da es leider nur hier die Surface Headphones App gibt, über die sich die Einstellungen und Updates verwalten lassen.

Kategorie 5: Klang und ANC

Der Klang ist sehr ausgeglichen und nahezu ohne Schwächen – für den Erstversuch gut gelungen und besser als die Bose Quietcomfort 35ii. Besonders die Mitten und Höhen sind ausbalanciert und selbst Bässe geben die Surface Headphones angenehm wieder. Auch jenseits der Arbeit ist die Klangqualität überzeugend!

Das Active Noise Cancelling lässt sich über das linke Drehrad in 13 Stufen bis hin zu einer Verstärkung der Umgebungsgeräusche einstellen, meist nutzt man aber eh nur die maximale Geräuschunterdrückung…Letztere ist gut, wenngleich Stimmen und höhere Töne nicht vollständig unterdrückt werden. Gegen die Sonys hat Microsoft so keine Chance, wenngleich das ANC aber mindestens auf Höhe der Bose QC35ii ist. Im Großem und Ganzen ist das ANC hauptsächlich bei konstantem Umgebungslärm geeignet, ein Grundrauschen bleibt immer wahrnehmbar.

Kleingeld

Kategorie 6: Preis

Für mich ist das der Hauptgrund für den Kauf der Surface Headphones. Aktuell gibt es diese im Microsoft Store oder auf Amazon für 179 Euro und damit noch einmal deutlich unter dem Preisniveau der klassenbesten Sonys für über 260 Euro. Durch die hervorragende Verarbeitung, ein ansprechendes Design, guten Tragekomfort und ausgewogenen Sound mit hinreichendem ANC ist es sicherlich nicht falsch, von einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis zu sprechen! Bei den Surface Headphones merkt man die dreijährige Entwicklungsarbeit von Microsoft – eine klare Kaufempfehlung meinerseits!

 

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